In Bamberg findet zur Zeit der Workshop “Das neue Netz” statt. Leider habe ich keine Zeit direkt vor Ort zu sein, aber das ist ja heute zum Glück kein Problem mehr.Neben der Präsentation von Jan Schmidt, der “Eine kurze Geschichte des Web 2.0” erzählt, finde ich die Ergebnisse von Leonard Reinecke und Sabine Trepte interessant. Ihre empirische Studie zum Thema Privatheit, Intimsspähre und Werten im Umgang mit user-generated-content geht der Frage nach, wie sich Web 2.0 affine Internetbenutzer von Personen unterscheiden, die weniger user-generated-content nutzen.
Wer kennt Bebo oder ist sogar Mitglied?Wie ich heute in einer Pressemitteilung von commscore lesen durfte, ist Bebo (18. Mio Nutzer) nämlich das am häufigsten besuchte social-network in Europa.Kurz gesagt: MySpace ist immer noch das größte social-network der Welt (114 Mio. Besucher) aber die direkte Konkurenz, die MySpace vom Thron stoßen könnte, wächst schneller: Facebook 52 Mio. Besucher und 270 % Wachstum im Zeitraum von Juni 2006 bis Juni 2007. MySpace muss sich mit vergleichsweise bescheidenen 72 % zufrieden geben.Richtig interessant wird es aber, wenn man sich das kleinste der sieben untersuchten Netze anschaut – Tagged. Die wachsen mit unglaublichen 774 % und haben nun 13 Mio. Nutzer, bei täglich 983.000 Besuchern auf der Seite. Das besondere an Tagged ist, dass es im Vergleich zu den Platzhirschen eine relativ ausgewogene globale Verteilung der Nutzer aufweist. Während MySpace (62,1 %) und Facebook (68,4 %) etwas für die über 15 jährigen in Nordamerika ist und Friendster (88,7 %) in Asien die Zielgruppe bedient, verteilt sich das bei Tagged ebenso wie bei Hi5 (28. Mio Nutzer – 4,7 Mio. täglich), die in jeder der fünf untersuchten Regionen einen Besucheranteil von mindestens 8 % aufweisen, etwas gleichmäßiger. Der “executive vice president of international markets” von comscore:
During the past year, social networking has really taken off globally. Literally hundreds of millions of people around the world are visiting social networking sites each month and many are doing so on a daily basis. It would appear that social networking is not a fad but rather an activity that is being woven into the very fabric of the global Internet.
Wer sich weiter mit dem Thema und aktuelle Studien zu MySpace, Friendster & Co. befassen will, sollte hier vorbei schauen. Eine noch im Aufbau befindliche Bibliographie zu Social Network Sites. Zur Zeit noch sehr von Studien aus den USA geprägt, aber das soll sich noch ändern (mehr).
Vom 20.9 bis zum 22.9 findet in Bamberg der Workshop Das neue Netz? Bestandsaufnahme und Perspektiven statt. Ziel ist es möglichst viele unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklungen im sogenannten “Web 2.0″ zusammen zu führen und innerhalb der zweieinhalb Tage eine fruchtbare Diskussion über neue und möglicherweise nicht so neue Entwicklungen im gegenwärtigen Internet anzustoßen.
Seit gestern ist nun das vorläufige Programm veröffentlicht und die Anmeldung online. Für alle die sich schnell entschlossen zeigen, gibt es einen Frühbucher-Rabatt… die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen beschränkt.
Nach der Karte der Online Communities nun die Karte zu den Trends im Netz 2.0.In Anlehnung an den U-Bahn-Plan von Tokyo hat die Beratungsfirma Information Architects Japan die neuesten neuesten Trends und Entwicklungen dargestellt.Besonders nett: Es gibt eine klickbare Version, die direkt als Startseite für den Browser dienen kann…
Never ending friending – so lautet der Titel einer aktuellen Studie, die sich mit Social Networking Seiten befasst. Im Klartext: Es geht um myspace. Wer nutzt es? Wie wird es genutzt? Wie wichtig ist myspace für seine Nutzer geworden? Wieviel Zeit verbringen die Nutzer damit?
So erstaunlich sind die Ergebnisse für mich nicht, aber es lohnt sich einen kurzen Blick in die Studie zu werfen.
- Percent of US online consumers who use social networking sites, by age
- How frequently each age group visits social networking sites
- Percent of each age group that visits major social networking sites at least weekly
- What activities youth do on a social networking site
- Attitudes about social networking sites, e.g. how much they rely on social networking sites to keep in touch with friends, broken out by age and use frequency
- Interest in marketer profiles on social networking sites, by age and use frequency
- was der popkulturjunkie da berichtet, lässt böses ahnen, was da noch von seiten der politik und institutionen auf uns zu kommen kann. der traum von einem freien netz, so kann man wohl sagen, wird langsam zur utopie. denn die meisten repräsentanten in der politik (dazu zähle ich an dieser stelle auch mal eine WDR-Intentantin), die zur zeit hektisch versuchen mithilfe von gesetzen ihren saatlichen einfluß in diesem “rechtsfreien raum” geltend zu machen, haben ein anderes verständnis von partizipation, globalität und freier meinungsäußerung – und davon was witzig ist. anders zumindest als das der nutzer dieses netzes.