(via Tagesspiegel)Wenn der Tagesspiegel recht hat, dann bekommt Berlin endlich das was es vedient: eine Super-Universität. Zurzeit kann zwar noch keiner so richtig sagen, was genau man sich darunter vorzustellen hat, aber die Fronten sind bereits geklärt. Auf der einen Seite der Senat und Wissenschaft die an einer ‘Berlin Research University’ das beste von den drei Berliner Universitäten vereinen wollen um endlich eine Elite-Universität vorzeigen zu können. Auf der anderen Seite die (üblichen verdächtigen) Studenten, die in der Vergangenheit bereits hilflos ansehen mussten, wie Institute geschlossen, Veranstaltungen gestrichen und kritische Dozenten vertrieben wurden.Was bringt eine solche Superuniversität? Sie soll die “exzellente Bereiche der drei großen Berliner Universitäten vereinen und Doktoranden ausbilden” und zu einer “Adresse für exzellente Wissenschaftler und den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt” werden, quasi der größte Leuchtturm in Deutschalnd.Was eine solche Superuniversität sicherlich nicht leisten wird, ist die meist erbärmliche Lehre an den Berliner Universitäten zu verbessern. Ganz im Gegenteil wird damit die Spaltung von Forschung und Lehre weiter vorangetrieben. Denn wenn die “exzellenten Wissenschaftler” endlich ihr Forscherparadies bekommen, von dem sie schon so lange träumen, wo ihnen keiner zumutet lästige Einführungsveranstaltungen für Erstsemester zu halten und hunderte Studenten ihren Anspruch auf Betreuung anmelden, bleiben an den Unis alle diejenigen zurück, die nicht exzellent genug sind. Aber nicht nur, dass die besten gehen, die Motivation derjenigen Professoren die zurückbleiben sich verstärkt in der Lehre zu engagieren, dürfte nach solch einem Schlag gegen das Elfenbeinturm-Ego nicht unbedingt steigen.Mehr zum Thema im FUwatch Blog.
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